|
Autographer-Kamera Der Voyeur am eigenen Hals
von Kamal Nicholas am 19. Oktober 2012
Für Fotografen, die keine sein wollen: Wie die Autographer-Kamera den ganzen Tag ohne einen Knopfdruck aufnimmt. Der Erfolg von Foto-Apps wie Instagram beweist: Das schier unersättliche Bedürfnis nach der Möglichkeit, immerzu Momentaufnahmen seines Alltags machen zu können, hält an. Es ist ja auch praktisch: Mit Smartphones haben wir mittlerweile immer und überall Kameras zur Hand, mit denen wir unser Leben in Bild und Ton dokumentieren können. Wenn da nur nicht diese eine vermeintliche Schwachstelle wäre: Die Fotos und Videos müssen manuell gemacht werden. Dem will der Autographer ein Ende setzen – und das Leben mittels eines intelligenten, automatisierten Prozesses festhalten. Der Autographer ist keine Kamera, die professionelle Fotografen begehren werden, um damit gezielt bestimmte Aufnahmen zu machen; er richtet sich an eine ganz andere Zielgruppe. Denn anstatt Motive auf altmodische Art erst auszuwählen und dann per Auslöser als Bild festzuhalten, übernimmt der Autographer auch diese letzte Funktion des (Freizeit-)Fotografen und entscheidet selbst darüber, wann was aufgezeichnet wird.
In der Praxis könnte das so aussehen: Man sprintet los, um den Bus zu erreichen. Klick. Oder man verlässt eine Bar und kommt vom Warmen ins Kalte. Klick. Die Entwickler hinter der Kamera mit dem hippen Namen OMG Life sehen den Vorteil ihres neues Babies darin, dass so Momente aufgezeichnet werden können, die eine herkömmliche Kamera nicht festhalten würde. Allerdings nur dann, wenn es hell genug ist. Denn einen Blitz hat das Teil nicht. Na gut, da haben die Jungs und Mädels von OMG Life ein Argument. Natürlich hat die Zufälligkeit ihren Reiz. Aber muss jeder noch so willkürliche Moment ohne eigenen Auslöser festgehalten werden? Das ist wohl Geschmacks- beziehungsweise Ansichtssache. Wer gerne einen kleinen Voyeur um den Hals hängen hat, der scheinbar wahllos Bilder von allem Möglichen macht, wird an dem Autographer Gefallen finden. An dessen Preis schon weniger, denn der liegt bei £399, also knapp 500 Euro. Dafür gibt es dann den 58 Gramm leichten Autographer mit 8 GB internem Speicher, einem 5 MP Objektiv für schlechte Lichtverhältnisse mit fixiertem Fokus und einem Blickfeld von 136°. Ähnliche Artikel Martin Freund begibt sich auf die Spuren von King Henry VIII. und seiner Vielweiberei. Mit dabei… Martin Freund besucht die renommierte David-Bowie-Ausstellung im Londoner V&A Museum. Mit seinem… Martin Freund begibt sich in die Lichtskulpturen einer der nachgefragtesten Ausstellungen…
Schlagwörter
Andreas Bock
Architektur
ARD
Beetlebum
Berlin
Blu-ray
BMW
Bundesliga
DVD
EM 2012
Euro 2012
FC Bayern München
Fernsehen
Film
Frédéric Valin
Fußball
HipHop
Hollywood
Internet
Interview
Jan Joswig
Johannes Kretzschmar
Kino
Kolumne
Komödie
Konzept
Kritik
Literatur
Markus Lanz
Michael Fassbender
Motorrad
Musik
Nilz Bokelberg
Oscars
Pop
Rezension
Rock
Songwriter
Sport
Thomas Gottschalk
Thriller
Trailer
TV
Yamaha
ZDF
|