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Architektur Ein Haus wie ein Baumstamm
von Kamal Nicholas am 5. September 2012
Wer schon einmal in Schweden war, der weiß, welchen Stellenwert die Natur in Skandinavien hat. Diese Verbindung spiegelt sich auch im Grundgedanken des Hus-1 wieder. Klein aber fein – hier trifft diese Plattitüde wie kaum woanders zu. Das an der Westküste Schwedens situierte Hus-1 ist gerade einmal 25 Quadratmeter groß und sieht zunächst nach nicht mehr als einem überdimensionierten Baumstamm aus. Und genau das ist es auch, worum es dem schwedischen Architekten und Schreiner Torsten Ottesjö mit seinem Bauwerk ging. Er wollte ein Haus bauen, das zum einen die Landschaft repräsentieren würde, ohne dabei andererseits zu viel Aufmerksamkeit auf sich und weg von der Landschaft zu lenken. So entstand das Energie-effiziente Häuschen namens Hus-1, das nicht nur außergewöhnlich natürlich aussieht, sondern dabei auch noch kosteneffizient ist und eine sehr geringe Auswirkung auf dessen Umgebung hat. Um das Haus der umgebenden Landschaft anzupassen, hat Ottesjö sich auf natürliche Materialien wie Holz in Kombination mit abgerundeten Oberflächen und Komplexe besonnen, um so „die unendliche Vielfalt der Formen in der Natur“ widerzuspiegeln, wie Ottesjö auf seiner Webseite schreibt. Ganz im Gegensatz zu vielen klassischen Architekten, scheint Ottesjö die ganze Sache insgesamt sowieso sehr philosophisch und in Einklang mit der Natur anzugehen. So ist ein weiterer Grundgedanke des Hus-1, dass durch die ungewöhnliche, natürliche Form des Hauses der Mensch zu mehr geistiger Interaktion aufgefordert wird. Das Haus soll einerseits nur schwer zu übersehen sein, andererseits den Betrachter und Gast durch die Konstruktionsform mit Fragen konfrontieren, die ein klassischer, quadratischer Bau nicht aufwirft. Neben Holz als prominentestem Baumittel ist außen eine biologisch abbaubare Schicht aus auf Zellulose basierendem Material angebracht, die vor Wind und Wetter schützt. Dadurch bleibt die gesamte Konstruktion sehr leicht und kann so einfach transportiert werden. Im Inneren ist trotz des reduzierten Raumes genug Platz für zwei Personen. Neben der zentral angesiedelten Küche mit Ess-und Wohnraum ist das Hus-1 außerdem noch mit einem kleinen Schlafplatz, einem Flur und einer Terrasse ausgestattet. Ein Badezimmer sucht man in dem Gebäude allerdings vergeblich. Hier heißt es also erst recht: „Back to the roots“. Ähnliche Artikel Martin Freund begibt sich auf die Spuren von King Henry VIII. und seiner Vielweiberei. Mit dabei… Martin Freund besucht die renommierte David-Bowie-Ausstellung im Londoner V&A Museum. Mit seinem… Martin Freund begibt sich in die Lichtskulpturen einer der nachgefragtesten Ausstellungen…
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