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ReaDIYmates Kleine Online-Freunde aus Papier
von Kamal Nicholas am 9. Juli 2012
Origami 2.0: Wie die selbstgebastelten Papierfiguren reaDIYmates sich mit dem Internet verbinden und als Social Media-Alarm funktionieren können. Heutzutage hat man es bekanntlich selten mit Papier zu tun. Kontoauszüge, Briefe, Fotos, alles besteht nur noch aus Pixeln. Mit den reaDIYmates gibt es nun aber eine stylische und kreative Rückbesinnung auf das gute alte Cellulose-Material. reaDIYmates, das sind kleine, aus Papier gebastelte Figuren, die mit ein wenig handwerklichem Geschick problemlos zu Hause aufgebaut werden können. Das alleine wäre noch nichts Neues, selbstgebastelte Papierfiguren sind mindestens seit Origami bekannt. Die reaDIYmates sind aber mit einem Mini-Computer ausgestattet und sollem mit dessen Hilfe zu einer Art „lebensechtem Kameraden werden, der auf das digitale Leben reagiert“, wie die Erfinder sagen. Soweit, so gut, aber was genau soll man sich nun darunter vorstellen? ![]() Die reaDIYmates und ihre Erfinder Olivier Mével und Marc Chareyon (nicht die bunten Kerle auf den Tischen) In der Praxis sieht das folgendermaßen aus: Nachdem ein reaDIYmate zusammengebaut wurde (was laut Mével und Chareyron nicht länger als zehn Minuten dauern soll und keinerlei technisches Verständnis voraussetze), kann dieser dank des integrierten Wi-Fi-Moduls mit digitalen Dienstleistungen wie Twitter, Gmail, Soundcloud, Facebook und anderen interagieren. Da kann es dann passieren, dass ein reaDIYmate ein Lied abspielt, sobald man auf Twitter eine Erwähnung erhält oder etwa, dass die Figuren einen Körperteil bewegen, wenn eine E-Mail eintrifft. Herz und Nieren der Figuren ist der „reaDIYmate little computer“, der aus einem Wi-Fi-Modul, einem MP3-Dekoder, einem kleinen Zwei-Watt-Verstärker und 2 GB internem Speicher besteht. Zugriff hat man auf diesen „Mini-Rechner“ mittels einer Internet-Benutzeroberfläche, über die man dann auswählen kann, auf welchen Dienst die kleine Papierfigur mit welcher Aktion reagiert. Zusätzlich können Entwickler sich aber auch daran machen, eigene Apps und Funktionen für die Interaktion der kleinen Papierfreunde zu schreiben. Ermöglicht wird das durch die Kompatibilität des Herzstücks der reaDYImates mit der Open-Source-Software Arduino. Um sich seinen eigenen reaDIYmate zu bauen, stehen verschiedene vorgefertigte Designs zur Verfügung, oder aber man lässt der eigenen Kreativität freien Lauf und gestaltet nach dem eigenen Geschmack. Insgesamt gibt es vier verschiedene unbemalte Figuren und 15 weitere, die von internationalen Künstlern gestaltet wurden. Je nachdem, welche Ausführung gewünscht wird, kostet ein real DIY Kit 99 oder 119 Euro, bei dem alles inklusive ist, um die Papierfigur interagieren zu lassen. Optional können auch einzelne Papierfiguren für 19 Euro nachbestellt werden. Ähnliche Artikel Martin Freund begibt sich auf die Spuren von King Henry VIII. und seiner Vielweiberei. Mit dabei… Martin Freund besucht die renommierte David-Bowie-Ausstellung im Londoner V&A Museum. Mit seinem… Martin Freund begibt sich in die Lichtskulpturen einer der nachgefragtesten Ausstellungen…
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